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Mit Jagged Aliance Online kehrt ein erfolgreicher PC Klassiker in Form eines modernen Browsergames zu uns zurück. Die Spieler werden wie damals eine eigene Söldner-Firma aufbauen und leiten. Das
Hauptquartier befindet sich stilecht als Camp im Dschungel und
kann mit zunehmenden Fortschritt ausgebaut werden, wodurch sich die Optik und die Möglichkeiten erweitern. Im Camp werden die
Söldner ausgerüstet und auf die zahlreichen Missionen vorbereitet. Im Gegensatz zum PC-Klassiker werden die Missionen nicht nur in dem Inselstaat Arulco
stattfinden, sondern um die ganze Welt führen. Doch zu den Missionen später
mehr.
Der eigene Charakter fungiert als
erster spielbarer Söldner. Aber natürlich muss der User nicht
alleine kämpfen, sondern kann wie im „Original“ zusätzliche Söldner
anwerben und daraus ein Team zusammen stellen.
Wer Jagged Aliance 2 gespielt hat, wird sich freuen, dass der Online-Ableger dieselben Synchronsprecher für die bekannten Söldner nutzt. Die Spielfiguren besitzen unterschiedliche Fähigkeiten und Spezielgebiete, welche geschickt eingesetzt werden müssen, um eine Mission erfolgreich abzuschließen. Da Kämpfe nicht durch
Diskussionen gewonnen werden, können die Söldner von Beginn an mit über
1000 verschiedenen Waffen ausgerüstet werden. Zusätzlich lassen sich die
Waffen mit allerhand Zubehör ausrüsten, wodurch eine immense Vielfalt entsteht.
Das Glanzstück von Jagged Aliance
Online sind ohne Zweifel die Missionen, die grafisch opulent mit isometrischer 3D-Grafik darfestellt werden. Der Spielablauf ist ein Mix aus rundenbasiertem System und Echtzeit-Action. Jeder Söldner im Team verfügt über Aktionspunkte (AP), die rundenweise für Aktionen wie beispielsweise die Fortbewegung oder den Kampf investiert werden. Zum Release wird es ca. 100 verschiedene Missionen
geben, wobei die Entwickler uns sagten, dass jeden Monat neue Missionen implementiert werden sollen. Die
Umgebung und die Level der Missionen sehen grandios gut aus. Fässer
explodieren und der Spieler kann oftmals Wände oder Hindernisse
in die Luft sprengen, um sich alternative Routen zu eröffnen.
Die Steuerung ist wie in Jagged Aliance
2. Jedoch wurden im Gegensatz zum Original einige Bewegungsarten
entfernt, wie z.B. das Klettern oder das Kriechen. Die Spielfiguren haben
verschiedene Trefferzonen, die sich insbesondere in Bezug auf den angerichteten Schaden unterscheiden: Ein Headshot verursacht sehr viel Schaden,
kostet den Schützen aber auch mehr Aktionspunkte (AP) in der Ausführung. Fans der Serie werden
sich sofort zurecht finden.
Die KI der Gegner ist dank eines eigenen KI
Servers sehr variantenreich und reagiert auf verschiedenste Faktoren. Außerdem
werden einige NPCs Patrouillen laufen und die Umgebung sehr genau im Auge
behalten. Jeder Gegner hat ein Sichtfeld und hört Geräusche in
einer bestimmten Reichweite. Auch die Kontrahenten selbst sind sehr unterschiedlich: Je nach Typ handeln sie anders, besitzen eine spezifische Ausrüstung und nutzen unterschiedliche, situationsabhängige Strategien. So wird es z.B Gegner
geben, die sehr schnell mit einer Schrottflinte auf die Söldner
zustürmen oder auch welche, die sich lieber hinter Barrikaden verschanzen.
Das Verhalten der NPCs sollte der User analysieren und gezielt ausnutzen, in dem er z.B. absichtlich die
Alarmanlage eines parkenden Autos aktiviert, um auf diese Weise die herbeieilenden Soldaten in einen
Hinterhalt zu locken. Überhaupt lassen sich die Missionen auf verschiedene Weisen lösen. Da das Ziel einer Mission nicht immer das
Töten aller Gegner, sondern auch mal das Erreichen eines bestimmten
Punktes ist, lohnt sich das strategische vorgehen.
In einer Beispielmission sollen die
Söldner in ein Lager eindringen. Gleich am Anfang des Lagers stehen
2 Wachen neben einem Fass und einer Mauer. Wenn der Spieler das Fass
anschießt und die Wachen durch die folgende Explosion tötet, dann
hat er einen kürzeren Weg. Jedoch wird durch die Explosion der Rest
des Lagers alarmiert. Andererseits kann er auch die Wachen umgehen
und sich in das Lager schleichen. Jeder Spieler kann nach seinen
vorlieben die Missionen absolvieren.
Insbesondere die Explosionen sehen übrigens, wie alle
uns gezeigten Spielszenen, sehr imposant aus. Die Gegner fliegen
dank der Physikengine Ragdoll „realistisch“ zu Boden.
Für die Missionen müssen laut der Entwickler
zwischen 10 und 60 Minuten Spielzeit eingeplant werden. Wie es sich für einen Onlinetitel gehört, müssen Missionen nicht im Alleingang bestritten werden, sondern mehrere Spieler können sich zusammen schließen. Die Möglichkeit, Missionen mit seinen Freunden zu bestreiten, macht insbesondere dann Sinn, wenn einem nicht alle nötigen Söldner mit den benötigten Fähigkeiten zur Verfügung stehen, um eine bestimmte Aufgabe lösen zu können. Kooperation ermöglicht also, Aufgaben zu bewältigen, die alleine gar nicht lösbar wären.
Als sehr spannend empfanden wir die PvP Ansatz.
In dem Modus werden 2 verschiedene Teams auf ein Ziel in der
Mission angesetzt. Nur eine Gruppe kann das Ziel erreichen. Damit
die Mitspieler in PvP-Spielen nicht zu lange auf die Züge des Gegners
warten müssen, haben sich die Entwickler eine Belohnungs- und Saktionen-Systematik ausgedacht: Wer seine Züg schnell vollendet, kann sich einen Bonus aufbauen. Wer hingegen immer wieder zu lange braucht, der erhält für die künftigen Runden Abzüge. So bekommt der schnelle
Spieler in der nächste Runde z.B. einen AP Bonus für seine Söldner.
Um die Spieler länger mit neuen
Herausforderungen zu versorgen, ist ein umfangreiches Archviement-System
geplant. Es wird spezifische Ziele geben, die unterschiedlichste Lösungsansätze belohnen. Als Beispiel wurde uns eine Auszeichnung genannt, die der User
erhält, sobald er eine Mission erfolgreich abschließt
und dafür weniger als 100 Schuss benötigt. Solch ein Ziel wird also kaum durch hochgerüstete Minigun-Söldner zu schaffen sein. Das erneute Spielen derselben Mission mit einer anderen Teamkonstellation und mit neuer Taktik dürfte dadurch sehr interessant werden.
Zum Zeitplan: Die Closed Beta ist für
den November geplant. Das Release soll dann Anfang 2012 folgen.
Quelle: Redaktion
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